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Wanderung des Monats

Wattwanderung im Nationalpark Wattenmeer

Gruppe von Wattwanderern

© Nationalpark Wattenmeer

Wattführung mit Nationalpark-Wattführer Uilke van der Meer
Bei Niedrigwasser geht es zu Fuß über den Salzwiesenpfad am Spülsiel ca. 6,5 km lang durch das Watt nach Baltrum. Die Wanderung dauert ca. 2 Stunden.

Das Wattenmeer ist jung und dynamisch, einmalig einzigartig und außergewöhnlich. Dieses weltweit einzigartige Naturgebiet ist eine der letzten  ursprünglichen Naturlandschaften Europas. Hier können sich Natur und Wildnis noch weitgehend ungestört entfalten.
Diese wilde, dynamische Landschaft mit über 10.000 Arten in diesem extremen Lebensraum kann man auf einer geführten Wattwanderung nach Baltrum kennenlernen und erleben.
Die Vielfalt des Lebens erschließt sich dem neugierigen Wattwanderer auf den zweiten Blick. Zu sehen ist erst einmal nichts außer ein paar Löchern im Wattboden, Kringelhäufchen von Wattwürmern, Muschelschalen, Seetang und Vogelspuren. Beim Graben wird dann geforscht : Der Wattwurm mit zahlreichen Verwandten kommt ans Licht. Herzmuscheln, Pfeffermuscheln und weitere Tiere versuchen sich schnell wieder ein zu graben. Flohkrebse und Viereckskrabben flüchten unter Tange. Muschelbänke sind artenreichste Biotope im Weltnaturerbe Wattenmeer und sind eigentlich zu schützen wie Korallenbänke am „Great Barrier Reef“ in Australien.
Mit dem Fernglas entdeckt man schnell, dass es nicht nur Möwen gibt. Man hört, sieht  und staunt über Austerfischer, Brachvögel, Rotschenkel, Alpenstrandläufer und andere Vogelarten, die im Watt nach Nahrung suchen.
Allein auf Baltrum brüten z. B. regelmäßig jedes Jahr an die 11.000 Brutpaare Lachmöwen, vergesellschaftet mit ihnen um die 3.200 Brutpaare Brandseeschwalben und auch viele rotfüßige Seeschwalben.
Große Schwärme Zugvögel können am Himmel zu sehen und bestaunen sein.  Das überaus große Nahrungsangebot macht das Wattenmeer im Frühjahr und Herbst unentbehrlich für den ostatlantischen Vogelzug. Es ist ein beeindruckendes  Schauspiel, das so nur an wenigen Orten weltweit erlebt werden kann.

Weitere Angebote unter  www.nationalpark-wattenmeer-erleben.de

Gerade die Artenvielfalt mit über 10.000 verschiedenen Lebewesen war eines der Kriterien, warum das Wattenmeer 2009 als UNESCO - Weltnaturerbe anerkannt wurde.


Gruppe von Wattwanderern

© Nationalpark Wattenmeer

Am 26. Juni 2009 hat die UNESCO das Wattenmeer als grenzüberschreitende Weltnaturerbestätte anerkannt.
Das Wattenmeer ist eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope und hat als Rastgebiet für Zugvögel globale Bedeutung. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste waren außerdem die außergewöhnlich große Artenvielfalt und die ökologische und geomorphologische Bedeutung des Wattenmeers.
In die Welterbeliste wurde ein 10.000 Quadratkilometer großes Gebiet in den Niederlanden und Deutschland aufgenommen.
Das Wattenmeer bildet die weltweit größte zusammenhängende Fläche aus Schlick- und Sandwatt. Insgesamt macht es 60 Prozent aller Tidegebiete in Europa und Nordafrika aus. Neben der reinen Wattfläche gehören zahlreiche andere Lebensräume, wie zum Beispiel Salzwiesen, Marschflächen, Dünen und Sandbänke zu der eingerichteten Schutzzone.
Einzigartig ist die außerordentlich große Artenvielfalt. Etwa 10.000 Arten leben im Wattenmeer. Die Salzwiesen beherbergen rund 2.300 Pflanzen- und Tierarten, die marinen und brackwasserhaltigen Zonen circa 2.700 weitere Arten. Zu den im Wattenmeer lebenden Säugetieren zählen Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale. Im Schlick tummeln sich Muscheln und Krebse, Faden- und Strudelwürmer. Das Watt ist Laichplatz von zahlreichen Meeresfischen wie Scholle und Seezunge. Das große Nahrungsangebot macht das Wattenmeer unentbehrlich als Zwischenstopp für Zugvögel. Auf ihrem Weg von Südafrika entlang der Atlantikküste nach Nordsibirien oder Kanada ist das Wattenmeer als Rast-, Mauser- und Überwinterungsgebiet überlebenswichtig. Durchschnittlich ziehen jährlich zehn bis zwölf Millionen Zugvogel durch das Gebiet.

Die Nominierung des Wattenmeers als Weltnaturerbe wurde gemeinsam von Deutschland und den Niederlanden bei der UNESCO eingereicht. In die Welterbeliste wurden das niederländische Wattenmeer-Schutzgebiet sowie die deutschen Wattenmeer-Nationalparks Niedersachsens und Schleswig-Holsteins aufgenommen. Im Juni 2011 hat das Welterbekomitee auch den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Das Schutzgebiet liegt an der Elbemündung vor Cuxhaven und umfasst auch die Inseln Neuwerk, Nigehörn und Scharnhörn.
Quelle:  www.unesco.de/welterbe-wattenmeer.html

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